Pelmberg

2013 06 Stöberworkshop in Pelmberg


Durch die starken anhaltenden Regenfälle in den letzten Tagen vor unserem Workshop bei der Trainingsgruppe Pelmberg vom ÖRC, war es ein Riesenglück das wir an Samstag in Auedt von den Wassermassen verschont wurden.

Alle genannten Teilnehmer haben dem bedrohlichem Wetter getrotzt, so konnten wir am Vormittag mit unseren Motivationsübungen beginnen. Die Ausbildung eines Rettungshundes wurde nach dem System des "www.Westlaekenteams.de" begonnen. Bei diesem Ausbildungsweg wird das Verhalten des Hundes bei der gefundenen Person über eine Handlungskette aufgebaut. Diese Anzeigeart besteht vereinfacht ausgedrückt aus mehreren Teilschritten:

Ankommen, Abstand halten, an den Ort binden (erden), Verweilen, Fixieren der gefundenen Person, Bellen zum Einfordern der Bestätigung.

Das richtige Verhalten beim Opfer wurde in mehreren kleinen Teilschritten spielerisch für den Hund geformt.

Diese vielen kleinen und wichtigen Einzelschritte, die dazu erforderlich sind, müssen erarbeitet werden, um eine sichere Anzeige und somit das gewünschte Verhalten des Hundes beim Opfer zu erreichen.

Opferbindung wird mit der Erwartungshaltung des Hundes belegt. Hat der Hund erst einmal seinen "Job" verstanden, wird er immer sicherer in seinem Verhalten um an seine Bestätigung zu kommen (Zuwerfen eines Spielzeugs durch die gefundene Person). Die Auffindeposition des Opfers wird nur in drei unterschiedlichen Varianten, stehend, hockend und liegend trainiert. Die herkömmliche Trainingsart mit verschiedensten Opferbildern ist dadurch nicht notwendig. Hunde die das richtige Verhalten beim Opfer gelernt haben, verhalten sich auch bei anderen Auffindepositionen so wie wir es uns wünschen. Kein unerwünschtes Bedrängen, kein Verlassen des Opfers.

Grosses Augenmerk wurde auch auf das richtige Startritual gelegt. Da sich ja die meisten Teilnehmer auch mit Dummyarbeit beschäftigen, war das kein Problem, die Hunde waren voll konzentriert.

Nach dem zünftigem Mittagsmal im Pelmbergstüberl wurde eine schnelle Motivationsrunde eingelegt, die auch den Hunden bei denen man schon eine abfallende Leistungskurve erkennen konnte, guttat.

Was vormittags noch in kurzem Abstand und Sicht zum Opfer geübt wurde, ist nachmittags dann schon mit Anzeigeübungen ums Eck weitertrainiert worden, wobei bei den fortgeschrittenen Hunden auch schon kleine Suchen miteingebaut wurden, die alle Teams zufrieden lösen konnten.

Schwerpunkt war dabei immer die Motivation der Hunde und die kleinen Schritte in der Handlungskette, die das Verhalten der Hunde formt. Geformtes Verhalten ist gelerntes Verhalten das natürlich erst durch ständiges Wiederholen gefestigt wird.

Zur Kaffeejause nachmittags gabs eine gschmackige Buchweizentorte von Annemarie, die uns auch ihre tollen Fotos vom Training zur Verfügung gestellt hat.

Als Trainer möchte ich mich nochmal für die fleissigen Helfertätigkeiten der Hundeführer als Opfer und die mir entgegengebrachte Aufmerksamkeit bedanken. Danke auch für die Nachfragen einer weiterführenden Wiederholung des Workshops. Vielleicht können wir uns im Herbst wieder mal treffen oder im Winter zu einem Lawinensuchtraining. Hans Woisetschläger

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