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RHBS Schneekurs Feuerkogel 2018

03.01. - 07.01.2018

Wir haben unseren dritten RHBS Schneekurs heuer auf dem Feuerkogel abgehalten.

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Die aktuelle Wetterwarnung für unseren Anreisetag Mittwoch den 03.01. war nicht gerade sehr verheißungsvoll. Sturmspitzen bis zu 170 km/h waren zu erwarten.

Bei der Talstation um 14 Uhr angekommen, sagten uns die Seilbahnbetreiber das momentan die Böhen etwas nachgelassen haben und wir am besten sofort auffahren sollen. Leider waren zu diesem Zeitpunkt erst vier der Teilnehmer mit ihren Hunden eingetroffen.

Oben angelangt begaben wir uns dann sogleich in unser Quartier in der Christophorushütte, wo wir von der Hüttenwirtin Elisabeth freudig empfangen wurden. Die nett eingerichteten Zimmer wurden sogleich bezogen.

Um 15:30 machten wir uns dann gemeinsam auf, ein geeignetes Übungsgelände zu suchen. Mit der Lawinensonde maßen wir Stellen bis zu 1,8 Meter Schneehöhe, genug um dort unsere Übungsverstecke anzulegen. Inzwischen ist der Sturm noch stärker geworden, und die nächsten 3 Teilnehmer haben um 16 Uhr angerufen das es nicht mehr sicher ist bis 17 Uhr einen Seilbahntransport herauf genehmigt zu bekommen.

Wir saßen in der Hütte, da öffnete sich kurz vor 17 Uhr die Tür ins Gastzimmer und unsere nächsten Teilnehmer traten ein.

 Große Freude und Erleichterung herrschte, dass es bei diesem Sturm zwischendurch doch noch möglich war eine Gondel auf den Feuerkogel auffahren zu lassen. 

Die restlichen 3 noch fehlenden Teilnehmer erwarteten wir sowieso erst ab Donnerstagvormittag. 

Da ja der Wind am ersten Übungstag noch sehr heftig war, haben wir teilweise unsere Hunde am Zimmer gelassen. Wir haben im Übungsgebiet, einem Lawinenkegel entsprechend großer Fläche, mit den Schneeschuhen ausgetreten und die Löcher für unsere Verstecke gegraben. 

Diese Arbeit ist wirklich sehr schweißtreibend! 

Nach einer kurzen Pause in der Hütte, nahmen wir unsere Hunde mit, um unser Training endlich zu beginnen. Die meisten Hunde haben bereits Schneeprüfungen und fortgeschrittene Erfahrungen bei der Lawinensucharbeit, so dass wir zügig vorankamen. Da unter uns auch ein Teilnehmer aus Leipzig war und dieses Team noch keine Erfahrung im Schnee hatte, bemühten wir uns beim Aufbau der einzelnen Schritte alles richtig zu machen. 

Da am späten Nachmittag der Sturm wieder heftiger wurde, rückten wir um 16 Uhr wieder in unser Quartier ein. 

In der Nacht auf Freitag wurden wieder Windgeschwindigkeiten bis zu 170 km/h gemessen. Für uns alle eine neue Erfahrung. So heftig hatte es von uns noch keiner erlebt. Unser Hüttenwirt Roman lachte über dieses Lüftchen und erzählte uns, dass er in den letzten Jahren schon Spitzen bis 240 km/h erlebt habe. 

Da am Freitagmorgen noch immer ein gewaltiger Sturm blies, der bis Mittag laut Wetterstation vorbei sein würde, nutzen wir den Vormittag um in der Hütte LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät) - Schulung und deren Suche zu üben. 

Tatsächlich hat der Sturm gegen Mittag nachgelassen, und die Sonne zeigte sich wieder von Ihrer schönsten Seite. So konnten wir unser Schneetraining mit den Hunden fortsetzen. Geordnet in einer Reihe begaben wir uns ins Übungsgelände. Nur mit Disziplin und kameradschaftlicher Zusammenarbeit kommt man schnell ans Ziel. 

Mit unseren fortgeschrittenen Hunden begannen wir mit einer Kaltsuche, das heißt ohne vorher noch einen Motivationsdurchgang zu machen. Die Aufgaben wurden allesamt gut gelöst. 

Auch die Suche nach Gegenständen haben wir im Programm. Wofür ein alter ausgedienter Rucksack mit unserer verschwitzten Kleidung der letzten Tage befüllt war. Da unsere Hunde darauf konditioniert sind allgemeinen menschlichen Geruch zu orten, wurde auch diese Aufgabe gut gemeistert. 

Warum arbeiten wir eigentlich im Schnee? Für eine reale Suche nach einem Lawinenabgang sind wir geographisch zu weit entfernt vom Ort des Geschehens. Die Zeit die ein Verunglückter in seiner Luftblase überleben kann, spielt die größte Rolle. Diese Arbeit ist Motivation für die Hunde. Der Schnee ist relativ geruchsneutral, darum ist es für die Hunde wesentlich leichter ablenkungsfrei den menschlichen Geruch wahrzunehmen. 

Danke an alle Teilnehmer für den Einsatz, den Kurs so problemlos und unfallfrei ablaufen zu lassen. Auch für genügend Spaß war am Abend immer Zeit. 

Danke auch an unsere Hüttenbetreiber Elisabeth und Roman Hölldobler, die sofort bei kleinen Problemen geholfen haben und uns kulinarisch sehr verwöhnt haben. Wir haben uns sehr umsorgt und wohl gefühlt. Hoffentlich haben wir bald wieder Gelegenheit, ein paar Tage mit unseren Hunden in dieser herrlichen Gegend zu verbringen.







RHBS Schneekurs Tauplitz 2017

2017 01 Zweiter Schneekurs auf der Tauplitz Bei unserem zweiten RHBS Schneekurs, auf der Tauplitz, zeigte sich das Wetter wiederum von seiner besten Seite. Am Donnerstag reiste der Großteil der Teilnehmer zum Naturfreundehaus Tauplitzalm an. Leider waren diesmal, durch die Grippewelle, viele Mitglieder und Gäste verhindert. Die Wirtsleute Herbert und Elisabeth Bliem übergaben uns nach der Begrüßung unsere Zimmerschlüssel, wo wir anschließend gleich unser Gepäck unterbrachten. Nach einer kurzen Stärkung ging es am Nachmittag gleich ins Gelände, zum Graben der Schneelöcher. Für unsere Anfänger im Schnee blieben die versteckten Personen zu Beginn noch offen in den Schneehöhlen, welche dann nach und nach mehr verschlossen wurden. Dieser Aufbau garantiert ein sicheres Eindringeverhalten der Hunde nach erfolgreicher Ortung. Auch für die fortgeschrittenen Teams gab es viele neue Aufgaben zu bewältigen, die von diesen bravourös bewältigt wurden. Alle Teilnehmer waren voll motiviert und so haben wir kameradschaftliche Tage verbracht, wobei auch der Spaß nicht zu kurz kam. Danke nochmal an Alle die mitgeholfen haben, diesen Kurs so fantastisch durchzuführen. Leider sind diese Tage viel zu schnell vergangen. Wir hoffen im nächstem Jahr auf eine neue Gelegenheit um wieder so viel Spaß mit unseren Hunden beim Schneekurs zu haben.


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